Selbstgeschmiedete Trauringe

Trauring selbst schmieden

Jeder ist seines Glückes Schmied!

Die Hochzeit ist für jedes Paar ein besonderer Tag für immer. Auch wir standen irgendwann vor der Frage, was für Eheringe wir uns wünschen und wo wir sie kaufen wollen.

Trauringe sind doch etwas ganz persönliches und spezielles.
Gerade Männer tragen oft keinen weiteren Schmuck bis auf den Trauring, und den ein Leben lang.Deshalb sollte man sich die Trauringe ganz besonders sorgfältig aussuchen.

Die Beratung

Zunächst klapperten wir – wie die meisten Paare - ein paar Juweliere ab. Aber es fehlte uns immer das „gewisse Etwas“, bis wir bei „unserem“ Juwelier landeten. Schon als wir das Geschäft betraten, fühlten wir uns sofort wohl und willkommen. Wir wurden vom Inhaber persönlich beraten, der sich auch sehr viel Zeit für uns nahm. Im Laufe des Gesprächs wurde uns auch erst klar, was man alles beachten muss und wie viele Möglichkeiten was Farben, Formen und Preise man hat. Er hat uns sehr viele Beispielfotos gezeigt, uns aber auch verschiedene Exemplare gezeigt und in die Hand nehmen lassen.

Nach und nach wussten wir dann  ganz genau was wir wollten und was nicht. Wir brauchten uns gar nicht mehr lange besprechen, uns war beiden klar, dass wir hier und nirgendwo anders unsere Ringe kaufen wollen würden.

Ein tolles Angebot

Dieser Juwelier hat ein ganz besonders schönes Angebot für die Brautpaare: Man hat nämlich die Möglichkeit, bei der Herstellung der Ringe live dabei zu sein. Dadurch bekommt man für immer einen direkten persönlichen Bezug zu seinem Ring. Ein weiterer Vorteil war, dass man die Ringe sogar nach seinen individuellen Wünschen gestalten konnte.  Wir waren sofort begeistert von der Idee! 

Im Nachhinein wissen wir, dass dieser Termin eigentlich der wichtigste Schritt zu dem selbstgeschmiedeten Trauringe ist. Denn hier sollte schon die "Harmonie" mit dem Goldschmied passen, damit das Ergebnis wirklich so wird, wie man es sich vorgestellt hat. Immerhin kosten die Ringe je nach Beschaffenheit ab 300 Euro aufwärts. Wir zahlten nur für die Herstellung der Hochzeitsringe und bekamen das Event quasi dazu geschenkt.

Trauringe selbst schmieden

Etwa drei Wochen später war es dann soweit, wir hatten einen der begehrten Termine an einem „ruhigen“ Samstag ergattert. Möglich wäre aber auch einen Nachmittag unter der Woche gewesen.

Uns erwartete ein ausgesprochen herzliches Team mit einem Gläschen Sekt zur Begrüßung. Gut gelaunt gingen wir dann gemeinsam in die Goldschmiedewerkstatt und lernten dort die Goldschmiedin kennen, mit der wir zusammen die Ringe anfertigen sollten. Zum klassischen Trauringschmieden gehört das gießen, feilen, sägen, kaltverformen, wieder feilen, bis der Ring am Ende seine gewünschte Form bekommt. Man brauchte keine Angst haben, denn handwerkliche Kenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Trauringe entstehen

 

Am Anfang bestanden unsere künftigen Ringe nur aus Bestandteilen wie Gold, Silber und Zusatzmetalle, die dann erst in unserer Anwesenheit über dem offenen Feuer geschmolzen und gegossen wurden. 

Zusätzlich verewigen sich manche Paare mit einer Haarsträhne oder der Lieblingsblume Ihrer Liebsten in den Ringen. Die Alternative zur Gussvariante wäre gewesen, dass ein Streifen vom Wunschmetall  stark erhitzt zu einem Ring geformt und anschließend verlötet würde.

Bei uns kamen Rohlinge heraus, die noch ordentlich nachbearbeitet werden mussten. Hier durften wir dann Hand anlegen, indem wir überstehendes Material absägten und den Ring grob in Form feilten. Da merkt man erstmal, dass Goldschmied ein echter Handwerksberuf ist.

Nun sahen die Ringe schon viel besser aus.

Nun ging es in Eigenregie weiter und es war wieder feilen angesagt.

Das folgende Bild zeigt es, der Ring nimmt langsam das gewünsche Aussehen an.

Bis zu einem gewissen Punkt haben wir an den Ringen wirklich mitgearbeitet, den letzten Feinschliff haben wir dann aber doch dem Profi überlassen. 

Der Goldschmied gab uns zum Abschluss ein Blatt Papier und Stift, darauf schrieben wir unsere Namen sowie das Hochzeitsdatum. Diese Vorlage diente für die Innengravur der Trauringe. Die Handschrift des Partnes im Ring graviert zu haben, ist ein wirklich schönes Highlight, wer die Möglichkeit hat, sollte dieses Angebot nutzen.

Dann endete nach sechs kurzen Stunden auch schon unser toller Schmiedetag.

Der perfekte Tag

Der Tag verging wie im Fluge und am Ende haben wir nun die perfekten Eheringe! Einige Tage später konnten wir dann die fertigen Ringe "rausholen". Gleichzeitig bekamen wir eine CD, wo unser Schmiedekurs in Bildern festgehalten wurde. Eine wirklich ganz tolle Erinnerung.

Bis heute erinnern wir uns sehr gerne an diesen besonderen Tag. Noch oft gucken wir uns die Fotos an die wir dort gemacht haben und berichten Freunden und Bekannten gerne von diesem tollen Ereignis.

Wir haben dadurch eine ganz andere Beziehung zu den Ringen als wenn wir sie „nur“ gekauft hätten. Was für ein Glück, dass wir zufällig an diesen Juwelier geraten sind. Aber leider bieten diesen Service nur wenige Juweliere an.

Deshalb können wir jedem nur empfehlen, die Ringe selber zu schmieden.

Es gibt bestimmt auch in Eurer Nähe ein Seminar, wo man an einem Wochenende zusammen mit anderen Paaren die Ringe schmiedet. Es gibt allerdings preisliche Unterschiede, denn einige Trauringmacher berechnen für den Tag nichts, manche nehmen dafür eine separate Gebühr. Der Preis der Hochzeitsringe hängt natürlich auch stark vom Material und den persönlichen Wünschen ab.

Unbezahlbare Erinnerungen

Diese Erinnerungen sind unbezahlbar! Die Zeit und das Geld die man dafür investiert lohnen sich in jedem Fall!